Anzeige, 18+. Die Prozentangabe stammt aus der Werbung des Betreibers vom 27.10.2026. Ob Tischspiele überhaupt zum Umsatz zählen, ist eine der Bedingungen, die nur beim Anbieter vollständig stehen. Eine deutsche Erlaubnis besitzt er nicht. Glücksspiel kann abhängig machen.
Beim roulette um echtes geld begrenzen zwei völlig verschiedene Dinge Ihren Abend, und sie werden fast immer in einen Topf geworfen. Die eine Grenze steht am Tisch und betrifft die Höhe einer einzelnen Wette; sie stammt aus den Spielregeln des Angebots. Die andere steht in der Kasse und betrifft die Summe Ihrer Einzahlungen; sie stammt aus § 6c des Staatsvertrags und gilt über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis hinweg. Das viel zitierte Ein-Euro-Gebot gehört zu keiner von beiden.
Einsatzgrenze und Einzahlungslimit sind nicht dasselbe
Wer über Grenzen beim Tischspiel liest, stößt auf zwei Zahlen, und die Verwechslung dieser beiden ist der häufigste Denkfehler in diesem Feld. Sie betreffen verschiedene Vorgänge, haben verschiedene Quellen und lassen sich nicht gegeneinander ausspielen.
Die Einsatzgrenze betrifft eine einzelne Wette in einem einzelnen Durchgang. Sie steht am Tisch, sie ergibt sich aus den Spielregeln des Angebots, und sie kann je Wettart anders ausfallen. Mit dem Geld auf Ihrem Konto hat sie nichts zu tun — sie sagt nur, welche Beträge dieser Tisch annimmt.
Das Einzahlungslimit betrifft die Summe dessen, was überhaupt auf Ihr Spielkonto fließt. Es steht in der Kasse, ergibt sich aus § 6c des Staatsvertrags von 2021 und ist im Regelfall auf tausend Euro je Monat angelegt — zusammengerechnet über sämtliche Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Mit der Höhe einer Wette hat es nichts zu tun.
Die Folge ist unangenehm klar: Ein Tisch mit hoher Obergrenze erweitert Ihren Spielraum nicht. Er erlaubt nur, das vorhandene Geld schneller zu bewegen. Wirksam begrenzt wird ein Abend von der Zahl in der Kasse, und die liegt in Ihrer Hand, bevor der erste Durchgang beginnt. Wie dieser Rahmen aufgebaut ist, steht unter Schutz und Limits.
Woher die Zahlen am Tischrand kommen
Zwei Zahlen am Tischrand entscheiden, welche Spielweise überhaupt möglich ist.
Tischgrenzen sind keine behördliche Vorgabe für diese Spielform, sondern Bestandteil des Regelwerks, das der Betreiber dem Spiel gibt — und sie müssen dort nachlesbar sein, weil Spielregeln und Gewinnplan zugänglich und verständlich zur Verfügung stehen müssen.
Hinter der Festlegung steht eine schlichte betriebswirtschaftliche Überlegung. Ein Tisch nimmt Risiko an, und dieses Risiko ist pro Durchgang begrenzbar, indem die Höhe der einzelnen Wette begrenzt wird. Daraus folgt auch, warum es überhaupt einen Mindestbetrag gibt: Ein Tisch, besonders ein besetzter, kostet Betrieb, und sehr kleine Beträge tragen diesen Betrieb nicht.
Diese Zahlen sind deshalb nichts Verhandelbares und nichts Geheimes. Sie stehen in der Regel am Rand des Tableaus oder in der Übersicht der Tische, oft als Spanne geschrieben. Fehlen sie dort vollständig, ist das kein Gestaltungsmangel, sondern ein handfester Grund, diesen Tisch nicht mit Geld zu betreten.
Und sie sind nicht einmal für einen Anbieter einheitlich. Derselbe Betreiber führt in der Regel mehrere Tische desselben Spiels mit verschiedenen Spannen, damit unterschiedliche Spielweisen Platz finden. Welche Spanne zu Ihnen passt, entscheidet sich nicht am Wunsch nach großen Treffern, sondern an der Frage, wie viele Durchgänge Ihr Guthaben bei dieser Untergrenze überhaupt zulässt.
Warum die Obergrenze je Wettart verschieden ist
Vielen fällt beim ersten genauen Blick auf, dass ein Tisch für Rot oder Schwarz einen deutlich höheren Betrag annimmt als für eine einzelne Zahl. Das wirkt wie Willkür und ist eine Rechnung.
Maßgeblich ist nicht der Einsatz, sondern das, was ein Treffer kostet. Der Gewinnplan ordnet jeder Wettart einen Faktor zu, und das Risiko des Tisches ergibt sich aus Einsatz mal Faktor. Eine Wettart mit hohem Faktor erreicht dieselbe Risikogröße schon bei einem kleinen Einsatz — also wird ihre Obergrenze niedriger gesetzt. Eine Wettart mit kleinem Faktor darf entsprechend höher belegt werden.
Für Sie hat das eine praktische Konsequenz, die oft übersehen wird. Wer eine Spielweise an einer bestimmten Wettart aufhängt, muss die Obergrenze dieser Wettart kennen und nicht die höchste Zahl, die irgendwo am Tisch steht. Die große Zahl in der Übersicht bezieht sich häufig auf die Wettart mit dem kleinsten Faktor.
Hinzu kommt, dass manche Tische zusätzlich eine Grenze für die Summe aller Marken eines Durchgangs führen. Wer das Tableau breit belegt, stößt dann an eine Decke, die bei jeder einzelnen Wette noch gar nicht in Sicht war. Welche Fassung Ihr Tisch verwendet, steht im Regelwerk; wie ein Durchgang im Übrigen abläuft, beschreibt die Seite Tischregeln.
Reines Rechenbeispiel: beginnt eine Verdopplungsreihe bei einem Euro, hat sie nach zehn Schritten bereits mehr als tausend Euro verlangt — also mehr, als das Einzahlungslimit im Regelfall für einen ganzen Monat vorsieht.
Das Ein-Euro-Gebot gehört nicht hierher
Je höher der Faktor, desto niedriger die Obergrenze — das ist Rechnen, nicht Willkür.
Nun zu dem Missverständnis, das diese Seite vor allem auflösen soll. In deutschen Texten über Glücksspiel steht an vielen Stellen, der Einsatz dürfe einen Euro nicht übersteigen. Dieser Satz ist richtig — und er handelt von virtuellen Automatenspielen.
Er stammt aus § 22a Abs. 7 des Staatsvertrags. In derselben Vorschrift stehen die übrigen bekannten Vorgaben: eine durchschnittliche Mindestdauer von fünf Sekunden je Spiel, das Verbot von Programmen, die ein Spiel selbsttätig starten, das Verbot von Jackpots, das Verbot des gleichzeitigen Spiels an mehreren Automatenspielen und eine Pause von fünf Minuten, nachdem eine Warnung bestätigt wurde. Alle diese Punkte beziehen sich auf eine Spielform, die mit Walzen und Symbolkombinationen arbeitet.
Ein Roulettetisch ist kein solches Spiel. Er gehört zu den Online-Casinospielen, für die die Länder die Erlaubnis erteilen — nachzulesen unter Länderregelung. Aus der Vorschrift über Automatenspiele lässt sich daher für den Tisch weder ein Höchsteinsatz noch eine Mindestdauer noch ein Jackpotverbot herleiten.
Was folgt daraus praktisch? Erstens: Ein Tisch, der mehr als einen Euro annimmt, ist deswegen nicht unerlaubt. Zweitens: Wer ein Tischangebot anhand dieser Merkmale prüfen will, prüft ins Leere und kommt zu falschen Schlüssen in beide Richtungen. Die Erlaubnisfrage wird über die Gesellschaft aus der Anbieterkennzeichnung und das Verzeichnis der erlaubten Anbieter geklärt, und nur dort; der Weg steht unter Anbieter prüfen.
Drittens — und das ist die unbequeme Seite derselben Medaille: Die mildernde Wirkung eines gedeckelten Einsatzes entfällt am Tisch ebenfalls. Ein Automatenspiel bremst sich durch seine Vorgaben selbst; ein Tisch tut das nicht. Diese Aufgabe übernimmt dort niemand außer Ihnen und dem Betrag, den Sie in der Kasse eingetragen haben.
Die Verdopplungsreihe stirbt an drei Decken
Die bekannteste Spielweise für die einfachen Chancen verlangt, nach jedem Verlust den Einsatz zu verdoppeln, bis ein Treffer die Reihe ausgleicht. Auf dem Papier geht die Rechnung auf. In der Wirklichkeit trifft sie auf drei Decken, und keine von ihnen lässt sich wegdiskutieren.
Die erste Decke ist die Obergrenze der Wettart. Da sich der Einsatz in jedem Schritt verdoppelt, ist die Obergrenze nach wenigen Schritten erreicht. Von diesem Punkt an lässt sich die Reihe nicht fortsetzen: Der Ausgleich bleibt aus, der aufgelaufene Verlust bleibt stehen.
Die zweite Decke ist das Guthaben. Jeder weitere Schritt kostet mehr als alles, was in der Reihe bisher eingesetzt wurde. Das Diagramm auf dieser Seite zeigt, wie steil das geht: Mit einem Euro begonnen, hat eine solche Reihe nach zehn Schritten bereits mehr als tausend Euro verlangt, und das ist nur ein Rechenbeispiel ohne jede Annahme über ein konkretes Spiel.
Die dritte Decke ist das Monatslimit. Genau bei tausend Euro liegt im Regelfall die Grenze dessen, was nach § 6c in einem Monat überhaupt eingezahlt werden darf, gerechnet über alle Anbieter mit Erlaubnis zusammen. Eine Reihe, die nach Nachschub verlangt, läuft also in eine Grenze, die nicht beim Betreiber liegt, sondern bei Ihnen — und die der Betreiber nicht aufheben kann, auch wenn er wollte.
Dass dieses Limit Gewicht hat, zeigt eine zivilrechtliche Entscheidung: Das Landgericht Memmingen sprach am 03.07.2025 unter dem Aktenzeichen 34 O 1733/24 Schadensersatz zu, weil das anbieterübergreifende Monatslimit nicht sichergestellt war und dem Spieler übermäßige Verluste entstanden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig; die Sache liegt in der Berufung beim Oberlandesgericht München. Warum Serienlogiken auch ohne diese Decken nicht funktionieren, erklärt die Seite Irrtümer.
Die Grenze, die wirklich etwas ändert, setzen Sie selbst
Die wirksamste Grenze liegt nicht am Tisch, sondern einen Klick daneben.
Von allen Zahlen, die in diesem Spiel vorkommen, ist eine einzige wirklich in Ihrer Hand, und sie steht nicht am Tisch. Es ist der Betrag, den Sie in der Kasse als monatliche Obergrenze eintragen.
Nach oben ist dieser Betrag begrenzt: Im Regelfall sind tausend Euro vorgesehen, ein höherer Wert kommt nur im Einzelfall und erst nach einer Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in Betracht. Nach unten ist er frei. Und hier liegt die eigentliche Gestaltungsmöglichkeit, die im Getöse um Strategien regelmäßig untergeht.
Zwei Beobachtungen aus der Praxis dieses Instruments lohnen die Erwähnung. Eine Herabsetzung wirkt in der Regel sofort, eine Heraufsetzung dagegen nicht ohne Weiteres — das ist kein Schikane-Mechanismus, sondern genau der Zweck der Einrichtung. Und: Der Wunsch, das Limit mitten in einem Abend zu erhöhen, ist das zuverlässigste Warnzeichen, das dieses Spiel überhaupt zu bieten hat.
Praktisch empfiehlt sich eine einfache Rechnung vor dem ersten Durchgang. Nehmen Sie den Mindesteinsatz des Tisches, nehmen Sie den Betrag, den Sie für diesen Abend einsetzen wollen, und teilen Sie. Das Ergebnis ist die Zahl der Durchgänge, die Sie haben. Fällt sie klein aus, ist nicht der Betrag zu niedrig, sondern der Tisch zu groß.
Vor dem ersten Klick auf die Markenwahl
Fünf Angaben sollten gelesen sein, bevor eine Marke auf dem Tableau liegt. Es dauert nicht länger als das Laden des Tisches.
Die Untergrenze. Sie bestimmt, wie lange Ihr Guthaben reicht, und ist damit die wichtigere der beiden Tischzahlen.
Die Obergrenze der Wettart, die Sie spielen wollen. Nicht die höchste Zahl am Tisch, sondern die zu Ihrer Wette.
Eine Grenze für das gesamte Tableau, falls der Tisch eine führt. Wichtig für jeden, der breit belegt.
Der Wert der ausgewählten Marke. Der häufigste und teuerste Bedienfehler überhaupt entsteht hier, nicht beim Legen.
Ihr Monatslimit in der Kasse. Die einzige dieser fünf Zahlen, die Sie ändern können.
Wer diese Reihenfolge einhält, hat die Grenzen des Abends gesetzt, bevor der Abend Gelegenheit hatte, sie zu setzen. Dasselbe lässt sich vorher kostenlos einüben, und wo dieses Üben nützt und wo es täuscht, steht unter Echtgeld oder Demo.
Was hier nicht steht
Konkrete Beträge für konkrete Tische finden Sie auf dieser Seite nicht, und das ist kein Versäumnis. Spannen unterscheiden sich zwischen Anbietern, zwischen Tischen desselben Anbieters und zwischen Fassungen desselben Spiels. Eine abgeschriebene Zahl wäre in dem Moment falsch, in dem sich jemand auf sie verlässt.
Ebenso fehlen rechnerische Anteile, bezifferte Vorteile des Hauses und Quoten einzelner Tische. Was von der Struktur des Spiels gesagt werden kann, ergibt sich aus dem Vergleich zwischen der Zahl der Felder und dem Faktor im Gewinnplan — alles darüber hinaus wäre geraten.
Und schließlich fehlt eine Prognose. Der Staatsvertrag von 2021 steht in seiner ersten Evaluierung, und ob sich am Rahmen etwas ändert, ist nicht bekannt. Was heute gilt, lässt sich prüfen; was morgen gilt, nicht.
Bleibt der Hinweis, der an jede Seite über Einsätze gehört: Teilnehmen darf nur, wer mindestens achtzehn Jahre alt ist, und das Spiel um Geld kann abhängig machen. Beratung ohne Kosten und ohne Namen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am Telefon: 0800 1 37 27 00. Weiteres unter verantwortungsvolles Spielen.
Redaktionell belegt · Stand 27.10.2026. Rechtliche Angaben folgen dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 und den Veröffentlichungen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Angaben zu Angeboten einzelner Betreiber geben deren eigene Darstellung wieder.
Fragen zum Tisch
Gilt beim Roulette ein Höchsteinsatz von einem Euro?
Nein, diese Vorgabe steht in § 22a Abs. 7 und betrifft virtuelle Automatenspiele. Für einen Tisch gelten die Grenzen aus seinen Spielregeln, die am Tischrand oder in der Tischübersicht angezeigt werden.
Warum nimmt der Tisch für eine einzelne Zahl weniger an als für Rot?
Weil das Risiko des Tisches aus Einsatz und Faktor entsteht. Bei hohem Faktor ist dieselbe Risikogröße schon mit kleinem Einsatz erreicht, deshalb liegt dort die Obergrenze tiefer.
Ist die Tischgrenze behördlich vorgeschrieben?
Für diese Spielform ergibt sie sich nicht aus einer bundesweiten Einsatzvorschrift, sondern aus dem Regelwerk des Angebots. Nachlesbar muss sie sein, weil Spielregeln und Gewinnplan zugänglich und verständlich bereitstehen müssen.
Kann ich mein Einzahlungslimit für einen Abend anheben?
Im Regelfall sind tausend Euro monatlich vorgesehen, ein höherer Betrag nur im Einzelfall nach Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Herabsetzung greift dagegen in der Regel sofort.
Rechnet das Monatslimit Tisch- und Automatenspiel zusammen?
Ja, es hängt am Konto und nicht am Spiel. Gezählt wird die Einzahlung über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis hinweg, unabhängig davon, wofür das Geld anschließend verwendet wird.
Warum scheitert die Verdopplungsreihe an der Tischgrenze?
Weil der Einsatz in jedem Schritt verdoppelt wird und die Obergrenze der Wettart deshalb nach wenigen Schritten erreicht ist. Danach ist kein Ausgleich mehr möglich, der aufgelaufene Verlust bleibt.
Gibt es eine Grenze für das gesamte Tableau?
Manche Tische führen eine solche Grenze für die Summe aller Marken eines Durchgangs. Wer breit belegt, sollte diesen Punkt im Regelwerk nachsehen, bevor er sich auf die Einzelgrenzen verlässt.
Welche Spanne passt zu meinem Guthaben?
Teilen Sie den Betrag, den Sie einsetzen wollen, durch den Mindesteinsatz des Tisches. Das Ergebnis ist die Zahl der möglichen Durchgänge; fällt sie klein aus, ist der Tisch für dieses Guthaben zu groß.
Bedeutet eine hohe Obergrenze ein besseres Angebot?
Sie bedeutet nur, dass sich Geld schneller bewegen lässt. Für den Verlauf eines Abends ist die Untergrenze aussagekräftiger, weil sie bestimmt, wie viele Entscheidungen überhaupt möglich sind.
Wo stehen die Grenzen meines Tisches?
Üblicherweise am Rand des Tableaus und in der Übersicht der Tische, häufig als Spanne. Fehlen sie dort vollständig, ist das ein Grund, diesen Tisch nicht mit echtem Geld zu öffnen.